Wesentliche Erkenntnisse
- Strategy hat kürzlich 155 BTC für 18 Millionen Dollar zu einem Durchschnittspreis von 116.401 Dollar gekauft.
- Die Bitcoin-Bestände des Unternehmens sind nun insgesamt 628.946 BTC wert, was fast 3 % des gesamten Angebots entspricht.
- Dieser Kauf wurde durch den Verkauf von Vorzugsaktien finanziert und markiert den fünften Jahrestag der Einführung von Bitcoin.
Strategy, früher bekannt als MicroStrategy, hat weitere 18 Millionen Dollar in Bitcoin zu seinen bereits umfangreichen Beständen hinzugefügt.
Der jüngste Kauf von 155 BTC wurde zwischen dem 4. und 10. August getätigt und erfolgte genau fünf Jahre, nachdem das Unternehmen begonnen hatte, Bitcoin als Vermögenswert zu kaufen.
Der Kauf wurde am 11. August in einem Bericht der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) bekannt gegeben; weitere Einzelheiten sind nachfolgend aufgeführt:
Die Bitcoin-Bestände der Strategie nach fünf Jahren
Strategy zahlte für diesen Kauf einen Durchschnittspreis von 116.401 $ pro Coin. Durch den besagten Bitcoin-Zufluss ist der Gesamtbestand an Bitcoin nun auf 628.946 BTC gestiegen.
Das bedeutet, dass dieser Vorrat bei aktuellen Preisen von etwa 120.000 Dollar etwa 76 Milliarden Dollar wert ist.

Mit diesem Schritt hat Strategy seinen Status als größter öffentlicher Bitcoin-Besitzer gefestigt, da das Unternehmen nun fast 3 % des gesamten Bitcoin-Bestandes von 21 Millionen kontrolliert.
Im August 2020 machte Strategy Schlagzeilen, als es 250 Millionen Dollar ausgab, um 21.454 BTC zu einem Preis von etwa 11.400 Dollar pro Münze zu kaufen.
Diese Entscheidung hat sich seither ausgezahlt, und der Wert von Bitcoin ist seit diesem ersten Kauf um über 960 % gestiegen. Die gesamten Bestände des Unternehmens haben nun etwa 30 Milliarden Dollar an nicht realisierten Gewinnen generiert.
Seitdem hat Strategy eine stetige Akkumulationsstrategie verfolgt und im Laufe der Jahre 74 einzelne Bitcoin-Käufe getätigt.
Auch wenn dieser jüngste Kauf im Vergleich zu früheren Aktionen (wie dem Kauf von 21.021 BTC im Juli) relativ klein ist, zeigt er doch, dass das Engagement des Unternehmens nicht nachgelassen hat.
Die Finanzierung des letzten Bitcoin-Kaufs
Der Kauf von 155 BTC wurde durch Erlöse aus den laufenden Kapitalbeschaffungsprogrammen von Strategy finanziert. Das Unternehmen verkaufte 115.169 Aktien seiner ewigen Strife-Vorzugsaktien (STRF) und erzielte damit rund 13,6 Millionen US-Dollar.

Der Rest stammt aus früheren Erlösen des 4,2 Milliarden Dollar schweren Börsengangs von Stretch Preferred Stock (STRC).
STRF bietet eine kumulative Dividende von 10 %. Dies macht ihn zu einer konservativen Vorzugsaktienoption, die mit einem variablen Jahreszins von 9 % beginnt, monatlich ausgezahlt wird und Anpassungen aufweist, um den Aktienkurs in der Nähe von 100 $ zu halten.
Diese Vorzugsaktienprogramme sind Teil des größeren „42/42“-Kapitalplans von Strategy. Der „42/42“-Plan bezieht sich auf das Ziel von Strategy, bis 2027 84 Mrd. USD durch Aktienemissionen und Wandelschuldverschreibungen für den Kauf weiterer Bitcoin zu beschaffen.
Bitcoin-Einführung in Unternehmen auf dem Vormarsch
Der Bitcoin-Kauf von Strategy scheint viele andere Unternehmen dazu inspiriert zu haben, die Kryptowährung als Treasury-Reserve zu betrachten. Laut den Daten von Bitcoin Treasuries halten inzwischen 151 öffentliche Unternehmen BTC.

Weitere wichtige Inhaber sind MARA (mit 50.639 BTC), das von Tether unterstützte Twenty One (mit 43.514 BTC), Bitcoin Standard Treasury Company (mit 30.021 BTC) und Riot Platforms (mit 19.239 BTC).
Der Trend zeigt, dass die Akzeptanz von Bitcoin bei institutionellen Anlegern zunimmt und immer mehr Unternehmen den Vermögenswert als Absicherung gegen die Inflation und als langfristigen Wertaufbewahrungsmittel sehen.
Starke finanzielle Leistung und Unterstützung durch Analysten
Nach den Q2-Ergebnissen von Strategy meldete das Unternehmen einen Rekord-Nettogewinn von 10 Mrd. USD. Dies war vor allem auf einen nicht realisierten Gewinn von 14 Mrd. USD aus seinen Bitcoin-Beständen zurückzuführen.
Die Einführung neuer Rechnungslegungsvorschriften, die eine Berichterstattung zum beizulegenden Zeitwert für digitale Vermögenswerte ermöglichen, trug zu diesem Ergebnis bei.
Wall-Street-Analysten haben Strategy im Allgemeinen für seinen disziplinierten Ansatz bei der Kapitalbeschaffung gelobt und festgestellt, dass das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Nettoinventarwert (mNAV) die Entscheidungsfindung bestimmt.
Das Unternehmen vermeidet die Ausgabe von Stammaktien, wenn das mNAV-Verhältnis nicht über 2,5x liegt.
Die Marktkapitalisierung von Strategy liegt derzeit bei rund 112 Milliarden US-Dollar, was einen erheblichen Aufschlag gegenüber dem Nettoinventarwert von Bitcoin darstellt.
Einige Anleger sehen darin ein Risiko. Analysten haben jedoch festgestellt, dass das Unternehmen eine überschaubare Schuldenlast hat und bis 2028 keine großen Rückzahlungen fällig sind.
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