Wichtige Einblicke:
- Goldman Sachs und Citi erwarten Zinssenkungen im September, falls sich die Arbeitsmarktdaten verschlechtern.
- Historische Jobkorrekturen deuten auf eine sich verlangsamende Wirtschaft und wachsende Rezessionsängste hin.
- Eine dovishe Haltung der Fed und andere politische Veränderungen könnten das Tempo der geldpolitischen Lockerung beschleunigen.
Eine Zinssenkung der Fed könnte bereits im September erfolgen. Jüngste Daten zeigen, dass sich der US-Arbeitsmarkt sehr schnell abkühlt.
Dieser Trend hat Unternehmen wie Goldman Sachs und Citi dazu veranlasst, ihre Prognosen zu revidieren. Sie erwarten nun, dass der Zinssenkungszyklus der Fed früher und aggressiver beginnt als erwartet.
Die Möglichkeit einer Senkung um 50 Basispunkte gewinnt bereits an Bedeutung, insbesondere wenn sich die Arbeitslosenzahlen weiter verschlechtern. Und einige Experten glauben, dass der Leitzins der Fed in den nächsten Monaten auf 3 % oder sogar noch tiefer fallen könnte.
Das Jobwachstum kommt ins Stocken und befeuert die Diskussionen über eine Zinssenkung der Fed
Die neuesten Beschäftigungsdaten sind etwas beunruhigender als von Analysten erwartet. Goldman Sachs berichtete, dass das monatliche Jobwachstum von 206.000 im ersten Quartal auf nur 28.000 im Juli gesunken ist. Citi wies auch darauf hin, dass Revisionen der Daten aus den Vormonaten darauf hindeuten, dass sich der Arbeitsmarkt schnell abschwächt.
Der Anstieg der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im Juli um nur 73.000 blieb weit hinter der Prognose von 110.000 zurück. Unterdessen stieg die Arbeitslosenquote auf 4,2 %, was zu Besorgnis über die Gesundheit der US-Wirtschaft führte.
Diese Zahlen sind besonders besorgniserregend, weil sie mit großen Abwärtskorrekturen einhergehen. Laut Goldman Sachs geht der Arbeitsmarkt von einer „mäßigen Verlangsamung“ in eine „starke Verlangsamung“ über.
Das Unternehmen glaubt, dass sich die Wirtschaft nun kurz vor dem Stillstand befindet. Diese kritischen Punkte sind die Grundlage für Spekulationen über die Erwartung einer baldigen Zinssenkung der Fed.
Politische Veränderungen erhöhen den Druck auf eine Zinssenkung der Fed
Der Rücktritt von Federal Reserve Governor Adriana Kugler hat ebenfalls eine neue politische Variable eingeführt. Präsident Trump hat nun die Macht, einen Nachfolger für Kruger und möglicherweise einen neuen Fed-Vorsitzenden zu ernennen.
Trump hat nun, was er braucht, um die Ausrichtung der Zentralbank auf eine dovishe Haltung zu drängen. Auf der letzten FOMC-Sitzung befürworteten zwei Fed-Beamte, Christopher Waller und Michelle Bowman, eine Zinssenkung der Fed.
Dies war die erste doppelte Ablehnung dieser Art seit 1993. Es ist ein klares Zeichen dafür, dass die FED zu einer geldpolitischen Lockerung tendieren könnte.
Goldman Sachs und Citi prognostizieren einen niedrigeren Endzinssatz
Goldman Sachs und Citi prognostizieren nun eine Reihe von Zinssenkungen, beginnend im September. Goldman erwartet drei aufeinanderfolgende Senkungen um 25 Basispunkte im September, Oktober und Dezember.
Auf der anderen Seite prognostiziert das Basisszenario von Citi einen Leitzins, der auf 3 % sinkt. Es besteht die Möglichkeit noch tieferer Einschnitte.

Wenn die Arbeitsplatzverluste anhalten oder das Lohnwachstum nachlässt, kann sich die Fed für eine Senkung um 50 Basispunkte im September entscheiden. Es ist ein seltener und aggressiver Schritt. Weitere Wirtschaftsindikatoren unterstützen diese Erwartung ebenfalls.
So betrug beispielsweise das reale BIP-Wachstum im ersten Halbjahr nur 1,2 %. Dies lag deutlich unter den Schätzungen von 2,2 %. Auch Goldman Sachs erwartet keine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte.
Warum die Zinssenkung der Fed unvermeidlich sein könnte
Ein weiterer Hauptgrund für die Dringlichkeit einer Zinssenkung der Fed ist das Ausmaß der jüngsten Revisionen der Arbeitsmarktdaten. Laut Goldman Sachs erlebten die USA die größte zweimonatige Anpassung der Lohn- und Gehaltsabrechnungen seit 1968 (außerhalb einer Rezession).
Diese Revisionen beschränken sich nicht auf Arbeitsplätze im Privatsektor. Verluste im öffentlichen Sektor, insbesondere in staatlichen und lokalen Regierungen, machten einen Großteil des Rückgangs aus. Dies verleiht den Vorhersagen, dass weitere Abwärtskorrekturen noch bevorstehen, mehr Glaubwürdigkeit.
Während die Fed zu Lockerungen tendiert, bleiben andere Zentralbanken standhaft. Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen nahe 2 % halten wird. Es wird erwartet, dass dieser Kontrast die politische Divergenz weiter vergrößern wird. Dies könnte zu einem weiteren Abwärtsdruck auf den US-Dollar führen.
Goldman Sachs stellte fest, dass der Dollar bereits 15 % über seinem langfristigen Durchschnitt liegt. Kombiniert man dies mit einem Leistungsbilanzdefizit von 4 %, könnte die Stärke des Dollars ernsthaft gefährdet sein: Ein bedeutender Gewinn für den Krypto-Markt, unabhängig davon.
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